Liebesgedichte und Lieder, Gitanjali, Sisu

Rezitation: Martina Römert
Sitar: Simrat Singh
Eine berührende, musikalische Lesung mit Gedichten und Texten des bisher bedeutendsten bengalischen Lyrikers Rabindranath Tagore. In Übersetzungen von Marie Luise Gothein, Martin Kämpchen und anderen.
Rabindranath Tagore 1861 bis 1941,
wurde durch seine Reisen auch weit über seine Landesgrenzen bekannt,
durch seine Übersetzungen ins Englische bald auch in ganz Europa.
In Deutschland, das er mehrmals bereiste, erfreute er sich in der Zeit
nach dem ersten Weltkrieg großer Beliebtheit, geriet aber während
der Nazizeit, vom Regime abgelehnt und verfemt, wieder in Vergessenheit.
Im Jahre 1913 erhielt er den Literatur-Nobelpreis für Gitangali.
Tagore setzte sich stark für eine Verbindung von Ost und West ein und machte sich für eine ganzheitliche Pädagogik stark. Obwohl er selber nie einen Schulabschluss gemacht hat, gründete er für seine eigenen und andere Kinder eine Schule - in der lernen sinnvoll gestaltet sein sollte. Die Universität von Santiniketan ist heute international anerkannt.
Schwere Schicksalsschläge und seine Mitarbeit in Zentren der Armut, führten ihn zu tiefer Auseinandersetzung und Verbindung mit seiner Religion und Spiritualität. Gleichzeitig wollte er immer in sinnlicher Verbindung mit dem Weltlichen sein, was in seinen Texten deutlich zum Ausdruck kommt. Martina Römert und Simrat Singh präsentieren eine Auswahl seiner schönsten Texte und Gedichte.
Im Mittelpunkt steht Gitanjali - die hohe(n) Lieder von Rabindranath Tagore. Daneben Auszüge aus den Liebesgedichten und Liebesliedern, auch aus Sisu.
Die Texte sind hoch spirituell, sehr lyrisch und wunderschön. Sie werden von Sitarklängen untermalt und zum nachklingen gebracht. Zur Einstimmung und zum Ausklang hören wir, die Tagesstimmung sanft wiederspiegelnde, Raga-Anklänge auf der Sitar.
Sonntag, 2. September 2007
15:30 Uhr Musikmuschel im Kurpark
19:30 Uhr im Kurtheater (im Rahmen des Theaterabends)